Freu dich, du bist in Wacken!

So wars zumindest vor fast zwei Wochen. Denn endlich war sie da, die fünfte Jahreszeit für jeden Metaller diesseits des Urals: das Wacken Open Air 2008
Mehr oder weniger eine Woche voller Bier, Zeltplatzparties und natürlich jeder Menge brachialromantischer Musik auf die Ohren. Und auch dieses Jahr legt das W:O:A wieder eine Wachstumsrate vor, da wird sogar die chinesische Wirtschaft neidisch. Offiziell 75.000 Besucher, wobei die gefühlte Zahl irgendwo im sechsstelligen Bereich rangiert, irgendwie 60+ Bands wovon man aber wohl nur die bekanntesten 20-30 wirklich kennt, inoffizielle Crowdsurfing Rekorde beim Auftritt von Children of Bodom, Bierpreise auf dem Niveau des Oktoberfests und die wohl unorganisierteste Befüllungsstrategie für Campingplätze die jemals das Licht der Welt erblickt hat... Aber genug des langen drumherum quasselns, schreiten wir endlich zum Kern der Sache. Und damit der nich allzu verwirrend rüberkommt probieren wir es auch gleich mal in chronologisch korrekter Reihenfolge.
Wir befinden uns jetzt also im Mittwoch vor dem Festival, Anreisetag: Hier offenbart sich schon gleich das erste Paradoxon: Das dritte Jahr in Folge auf dem W:O:A, und je früher man anreist desto weiter hinten landet man auf dem Campingplatz. So schnell kann einem die Freude vergehen. Eine herrlich unspektakuläre Anreise ohne Stau, Polizeikontrollen, Knochenbrüchen o.ä. und was passiert? Man wird durch das fast menschleere Wacken (zumindest was Autos angeht) geleitet, fährt einmal gemütlich um den Pudding ins Nachbardörfchen nur um auf die wirklich hinterletzte Einfahrt der Campground gelenkt zu werden wo man natürlich auch sofort einen Platz zugewiesen bekommt. Zur Veranschaulichung: Klickst du Hier
Unsereins landete ca in Planquadrat 26/CC, also wirklich am absoluten Arsch der Welt. 50m weiter und das Gelände war vorbei. Und das um etwa 10 Uhr morgens, zwei Stunden nach der offiziellen Eröffnung des Campgrounds. Ich will mich ja nu nich als Whiner darstellen, aber das nervte doch gewaltig. Aber nujo, dran ändern konnte man im nachhinein eh nichtmehr und mir durch ständiges rumgemosern das Festival kaputtmachen wollte ich dann auch nich. Also zack, Pils aufgerissen, in die Hände gespuckt und das kleine Reich aus Zelten, Pavillions etc aufgebaut. Nach einer obligatorischen Bierpause, die Sonne brannte zu dem Zeitpunkt noch wie Seuche, ging es dann zum ersten mal die gefühlten 5km Richtung Festivalarea zum Bändchen holen, Bier trinken und allgemeinem Lagepeilen. Musikalisch ist Mittwoch ja eh nicht sehr viel los, außer natürlich dem grandiosen, kultverdächtigem Auftakt durch die W:O:A Firefighters, oder in langweiligem Deutsch: Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Wacken. Zugegeben, nu sind ja die wenigsten von uns eingefleischte Fans der Blasmusik, aber trotzdem gehört ein Besuch bei diesem Konzert einfach dazu. Hunderte propellender Metalheads zu Klassikern wie dem Radetzki Marsch, Rosamunde oder dem allseits beliebten Pillemann-Fotze-Arsch, kompletiert durch die dazugehörigen Moshpits, Crowdsurfen etc pp. Was ein Spaß, davon können sich einige Schützenfeste noch eine gehörige Scheibe abschneiden. Vor diesem Auftaktkonzert wurde uns dann auch noch eine ganz besondere Ehre zuteil, denn dieses Jahr haben wir ihn endlich getroffen. Bauer Uwe Trede himself in Fleisch und Blut, den Mann ohne den das ganze W:O:A einfach den Bach runtergehen würde. Da dieser Mensch aber nu während des Festivals äußert beschäftigt ist blieb nicht viel Zeit, aber für einen kleinen Plausch und Autogramme hats doch noch gereicht. Danke Uwe! Viel zu schnell war dann auch schon das Festivalprogramm für den Mittwoch vorbei, als Ausklang genehmigte man sich dann beim praktischer aufm Rückweg liegendem Supermarket ein paar Pils und unterhielt sich mit allerlei lustigen Gestalten. Darunter zB auch der Brite Branden, demzufolge viel zu viele Inselaffen das W:O:A bevölkerten und deutsches Bier immernoch das beste sei. Wunder gibt es immer wieder...

Ein viel zu kurze Nacht später sind wir schon am Donnerstag, also gehts langsam richtig los. Denn heute Abend ist Headliner Abend, denn endlich entern IRON MAIDEN die Bühne und rocken was das Zeug hält. Aber ganz so schnell gings dann doch nicht, denn zum Aufwärmen wurde erstmal mit ALESTORM gemeutert, gefeiert und geschandbratzt. Ein unglaublicher Spaß, mich wunderts dass noch niemand vorher auf die Idee gekommen is Pirate-Metal zu fabrizieren...
Nach diesen wohlverbrachten 45 Minuten kam dann die Quälerei durch die brechend volle Festivalarea um noch einen halbwegs akzeptablen Blick auf die Mannen von Iron Maiden werfen zu können. Die übrigens so quasi nebenbei die Behauptung widerlegten, Metal wäre nur was für junge Volk der Halbstarken etc. Selten hab ich so viele....ähhh....ältere Kaliber auf dem Wacken gesehen. Besonders in Erinnerung geblieben ist dabei der nette Herr mit Fünzig, mit seinem Shirt "Betreutes Rocken". Aber back to Topic. Mit etwas Verzögerung begann dann endlich die Bühnenshow, eingeleitet mithilfe eines kleinen Filmchens über die aktuelle Konzertreise der Eisernen Jungfrauen. Und ich muss ja sagen, sone eigene Boeing 737 mit dickem Bandlogo auf der Seite is schon ziemlich dekadent. Aber nujo, nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte darf man sich sowas erlauben. Wobei man den Männern um Bruce Dickinson ihr Alter nicht im geringsten anmerkt. Der turnt da über die Bühne wie nix und hat nebenbei noch Zeit den Operator des Kamerakrans anzupflaumen, was ihm denn einfallen würde die Sicht aufs Publikum zu blockieren. Kleine Starallüren, aber who cares. Das Konzert ansich war das Ticket schon wert, ein musikalisches Feuerwerk der guten alten Zeit. Getreu dem Motto "A Night to Remember" wurden einem die Klassiker um die Ohren gehauen als ob sie frisch aus dem Studio gekommen wären. Manche Leute habens einfach drauf. Viel zu schnell war deren zweistündiger Gig dann auch schon vorbei und unsereins macht sich auf die Odyssee gen Campingplatz. Erfreut an den Gedanken an ein paar kühle Pils ausm Supermarket schwimmt man mit der Masse und wad is? Geschlossen, dicht, zappenduster, niemand zu Haus. Verrat am Volke schimpfen die einen, Idiotie sich das Geld der durstigen Fans durch die Lappen gehen zu lassen meinen andere. Ändern tut das alles aber leider auch nix, denn auf dem trockenen sitzt man trotzdem erstma. Und das trotz der mündlichen Zusage der Bedienung vom Tag zuvor, der Supermarket wäre das ganze Festival über 24/7 geöffnet...

Nach einer weiteren kurzen und viel zu nüchternen Nacht ist auch schon der Freitag angebrochen, also auch das erste "richtige" Festivaldauerprogramm. Sonata Arctica, Children of Bodom, Opeth, Soilwork und allerhand nebenbei mithören stehen auf dem Programm. Und was passiert wo man den ersten Tag quasi ausschließlich auf dem Festivalgelände verbringt? Richtig, es fängt an zu pissen wie Sau und die ersten Schlammschlachten sind eröffnet. Zugegeben, Schlammpackungen erfreuen sich in den diversen Schönheitshotels etc großer Beliebtheit, aber ob das auch mit dem naturbelassenem Kuhwiesenschlamm der Festivalarea funktioniert? Man weiß es nicht. Aber zurück zu den Konzerten. Aufgestellt für den Act Sonata Arctica von bekamen wir einseitig noch die Show von Soilwork zu hören/sehen und ich zumindest war positiv überrascht. Die Studioalben von denen haben mir bis dato nich wirklich gefallen, aber live sieht die Geschichte dann schonwieder ganz anders aus. Nundenn, der arktische Powermetal geht los und entweder war der Drummer auf irgendeiner Droge oder er hat sich einfach unglaublich gefreut auf dem W:O:A spielen zu dürfen, jedenfalls war bei ihm Dauergrinsen angesagt was widerrum bei uns für einige Belustigung gesorgt hat. Ansonsten war der Auftritt oberes Mittelmaß. Nich direkt enttäuschend, aber auch nix grandioses. Solide Unterhaltung bei noch schönem Sonnenschein. Anschließend zog es uns gen Biergarten um die müden Treter etwas ausruhen zu können und das ein oder andere kühle Blonde dem Stoffwechsel zuzuführen und siehe da? Keine fünf Minuten auf der Bank, schon öffnen sich oben die Schleusen. Aber zum Glück wird ja jeder Metalhead auf dem W:O:A mit einer umfunktionierten Plastiktüte als Regenponcho bedient, womit man erstaunlich gut über die Runden kommt. Nujo, nach dieser mehr oder minder erfrischenden Pause, beschallt übrigens von Opeth die live auch sehr viel interssanter klingen als im Studio, gings zurück ins Getümmel, Children of Bodom erwarten uns. Wären da nich die Securitychecks am Eingang. Klar, es sind ja nur stichprobenartige Kontrollen, aber mir is immernoch schleierhaft wie einige Leute mit ihren 30/40/50cm großen Trinkhörnern einfach so passieren dürfen während ich meinen zusammengeknüllten Poncho auseinanderfrimeln muss um seine harmlosigkeit zu beweisen. Naja egal, die machen auch nur ihren Job und schlussendlich durfte ich ja auch endlich wieder rein ins Getümmel, also was solls. Wiedereinmal mühselig im zickzack nach vorne kämpfen und ehe man sich versieht steht man mitten im Getümmel. Es war aber auch eine Gaudi da, heidewitzka. Als quasi Tages-Headliner mit ganzen 90 Minuten Spielzeit ausgestattet starten die Finnen ihren Angriff auf die Ohren, Nackenmuskulatur und die Oberarmmuckis. Besonders letztere wurden extrem beansprucht, zumindest wenn man wie wir mitten in der Menge stand. Wie oben bereits erwähnt kam es wohl zu einem mehr oder weniger offiziellen Rekord als sich irgendjemand die Mühe gemacht hat die kompletten 2100 Crowdsurfer zu zählen. Schon ne ganze Menge. Rein rechnerisch 23 Crowdsurfer die Minute, da durfte man ganz schon wuchten. Klar, es gehört zu ordentlichem Metal einfach dazu, aber wieso kriegt unsereins immer nur die fetten Kerle ab und die ganzen Mädels schieben sich ein paar Meter weiter links oder rechts über das Meer aus Fans? Ungerechtigkeit, echt... Stimmungshighlight des Konzertes waren dann die beiden spontanen Cover von Rihannas Umbrella-e-e-e und Van Halens Klassiker Jump, wo die Menge mehr zu kochen schien als bei Bodom-eigenen Kompositionen. Insgesamt eine wahnsinns Show, mein persönliches Highlight dieses Jahr. Für mich persönlich war für den Abend dann auch schonwieder Sense. Avantasia is nich so mein Fall, son Gedudel von Corvus Corax erst recht nich. Interessant wurde es dann aufm Weg Richtung Zelt. Die Hoffnung auf einen geöffneten Supermarkt stirbt ja zuletzt, aber diesen Abend wurden wir noch weiter herber enttäuscht. Der Supermarket hatte nich einfach nur geschlossen, er war komplett weg. In einer quasi Nacht und Nebel Aktion abgebaut, ohne Kommentar etc. Nujo, wenn sie unser Geld nich wollen, der Edeka hat sich bestimmt gefreut...

Zu eben diesem sind wir dann nämlich Samstag morgens aufgebrochen da sich unsere Biervorräte auf einem erschreckendem Tief befanden. Und so kacke das campieren auf den hinterletzten Plätzen auch is, wenigstens wunderbar mitm Auto einkaufen fahren kann man problemlos. Innerhalb von zwei Minuten auf befestigten Straßen gewesen, der schönen Beschilderung gefolgt und zack, schon is man am Ort der Begierde. Schnell ne Kiste Hansa Pils in den heckaufbewahrungsstauraum gewuchtet und die Rückreise angetreten, soll ja nich allzuwarm werden das Zeug. Zurück im Lager wurd natürlich sofort die Vernichtung der frisch organisierten Köstlichkeit in Angriff genommen, was mangels ordentlichem Magenfundaments auch prompt angeschlagen hatte. Aber egal, schließlich zog es uns erst gen Abend wieder zu den Bühnen, Krypteria legten erst um 19Uhr los, also keine falsche Hektik. Im laufe der mehr nassen als schönen tages fiel uns dann wieder einmal auf dass wir uns augenscheinlich auf einem reinen Männercampingplatz befanden. Sämtliche anschaubaren weiblichen Geschöpfe waren zu unserem Bedauern an unserer Westfront platziert und bemühten sich nur zum Abschminken in den Dixiklos so halbwegs in unsere Richtung. Sehr schade, daran müssen wir nächstes Jahr auch unbedingt etwas ändern. Aber zurück zur Musik. Krypteria spielten als einzige mich interessierende Band dieses Jahr auf der Partystage wo erstaunlich wenig los war. Hätt mir etwas mehr gewünscht, die Band hats wirklich verdient. Einen Vorteil hatte die Geschichte allerdings, denn laut Running Order ging ihr Konzert quasi nahtlos in die Vorstellung von Killswitch Engage über, welche praktischerweise direkt nebenan loslegten. Also etwa 50m nach links gewandert und schon war man mittendrin. Und das war auch gut so, denn KSE legten auch richtig gut los. Typisch amerikanischer Metalcore, brachial und kompromisslos. Allerings hätt ich nich gedacht das ein Metalcore Gröhlmeister so sympatisch grinsen kann. Anscheinend war die Band vom W:O:A Publikum sehr begeistert, man konnte ihnen die Spielfreude wirklich am Gesicht ablesen. Leider ließ uns mittendrin mal wieder das Wetter im Stich, es begann ein unschöner Dauerregen, welcher zusammen mit dem Wind die Temperatur mal eben um gefühlte 10 Grad hinunterzog. Trotz dieses Wetter hatten wir uns entschlossen, die Pause bishin zu Nightwish auf dem Gelände zu verbringen, dieser Marathon zum Zelt und zurück schien dann doch zuviel. Wären wir doch mal zurückgegangen, denn der Auftritt von Nightwish war..."nett". Und da "nett" ja bekanntlich der kleine Bruder von "scheisse" is kann sich wohl jeder denken was ich davon halte. Von ihrem Auftritt war ich nu wirklich enttäuscht. Nich nur dass sie offenbar einen halbtauben Praktikanten das ganze Ding haben abmischen lassen, auch kann die neue Frontfrau mich nich wirklich überzeugen. Zumindest nicht bei den alten Songs die noch zusammen mit ihrer Vorgängerin eingespielt wurden, denn an diese Stimme kommt sie einfach nicht heran. Die Songs vom neuen Album klangen da deutlich besser, aber selbst dort brauchte ich teilweise bis zum Refrain um überhaupt zu erkennen welchen Song sie gerade spielen. Aufgrund akuten Bierdurstes und dem Bedarf an trockener Kleidung zogen wir uns dann teilweise schon Richtung Zeltplatz zurück und siehe da, je weiter man sich von der Bühne entfernt hatte, desto besser klang es. Wirklich paradox dass ein Lied aus über 200m Entfernung noch verständlicher klingt als direkt am Mischturm. Enttäuschendes Ende für so ein Festival. Nach Nightwish gab es auf der Playlist keine Band mehr die mich interessierte, also verbrachten wir die letzten Stunden der Nacht mit unserer Kiste Pils am Wegesrand um noch einmal an paar kurze, internationale Bekanntschaften zu schließen und das W:O:A 2008 gemütlich ausklingen zu lassen...

Der nächste und letzte Tag war dann schonwieder erstaunlich ereignislos. Aufstehen, Sachen abbauen und rein ins Auto. Ein kleines Highlight stand uns noch bevor, der obligatorische Besuch beim nächstgelegenen Burger King um die Gutscheine noch auszunutzen. Wie erwartet waren sämtliche Kunden des Lokals am diesen Tag schwarzgekleidete, meist langhaarige Metaljünger, auch wenn sich der Ansturm noch in Grenzen hielt. Aber so kamen wir immerhin schnell zu unserem ersten Essen, was nach der Festivalverpflegung einer Wohltat gleichkommt. Frisch zubereitetes, warmes und "festes" Essen, daran musste sich der Magen erst langsam wieder gewöhnen.
Fassen wir also zusammen: 4 1/2 Tage Festival, ein gutes Dutzend an Bands, gerade so genug Bier und viel zu wenig weibliche Begleitung. Im Vergleich zu meinen zwei vorhergehenden Besuchen vom Wetter her am schlechtesten, aber das bis dato beste Lineup. Insgesamt weit weg von einer Enttäuschung, aber trotzdem nich makellos. Und nächstes Jahr steht der 20. Geburtstag an. Noch nich eine einzige bestätigte Band, aber trotzdem schon alle 10.000 X-mas Special Tickets an den Mann gebracht. Gerüchte über einen Auftritt von Metallica oder AC/DC zusammen mit dem, seit Jahren leider ungehörten, Wunsch nach David Hasselhoff. Nujo, die Hoffnunf stirbt bekanntlich zuletzt. Nu muss ich es nur noch hinkriegen vorher mit meinen Prüfungen durchzukommen...

Pew Pew in Space

Hi Fans, heut gibts endlich mal wieder was für die Zocker unter euch. Die letzten Wochen waren meinerseits eher dünn mit Spielereien besetzt, aber das wird nu nachgeholt. Und natürlich will ich euch keinen 0-8-15 Fraß aus der schier endlosen Suppe an Sci-Fi-Weltraum-Piff-Paff-Woosh-Woah Spielen vorsetzen, sondern ein Meisterwerk des Genres: MASS EFFECT

Xbox'ler dürfen sich ja schon gut ein Jahr dran erfreuen, nun ist das Sci-Fi Epos seit Mai auch endlich für die Tastatur-Fraktion verfügbar. Und das warten hat sich gelohnt. Natürlich, im nachhinein lässt sich sowas immer leicht sagen, aber Bioware beweist dass an diesem Spruch manchmal doch etwas dran ist. Mass Effect ist mehr als ein liebloser Port von Konsole auf PC, es kann ruhigen Gewissens als PC Spiel gesehen werden. Und was für eins. Irgendwie hat er Bioware geschafft sein Konzept aus Knights of the Old Republic, seines Zeichens das wohl beste Rollenspiel im Star Wars Universum, nicht nur beizubehalten sondern noch zu übertreffen. Zugegeben, aus kritischer Sicht könnte man Mass Effect als KOTOR-Klon betrachten, aber wieso das Rad neu erfinden? Wir befinden uns im Jahre Drölftausendachtzig und die menschliche Rasse ist gerade dabei die Galaxis zu erkunden. Erfreulicherweise sind wir dabei nicht allein und schließen uns somit gleich einer interstellaren Allianz verschiedenster Völker an und fühlen uns wie einst Deutschland in der pre-EG-Ära: Eifrig aber missverstanden. Um endlich auf das Niveau der "erwachsenen" Völker zu kommen und in den oberen Rängen mitspielen zu können fehlt der Menschheit eigentlich nur eins: ihr erster Spectre. Spectre in Mass Effect sind eine Mischung aus den Star Wars Jedi Rittern und den Wh40k Inquisitoren. Sie vertreten Recht und Ordnung auf einer Ebene die über den Gesetzen steht und haben allein vor dem Hohen Rat Rechenschaft abzulegen. Das solche Freiheiten aber auch Schattenseiten haben wird deutlich als einer der besten und respektiertesten Spectre seinen Chefs den Rücken zukehrt und sich daran macht, das Ende allen Seins herbeizuführen. Da unser Protagonist Sheppard nun derjenige ist der diese Machenschaften aufgedeckt hat werden wir als erster Mensch in den Rang eines Spectres erhoben und gleich damit beauftragt, den Fieslingen ordentlich auf die Mütze zu geben. Bis hierhin sind zwar schon so 1-2 Stunden Spielzeit vergangen, aber eigentlich geht das Spiel nu erst richtig los. Es startet ein konstanter, aber nicht langweiliger Wechsel von Dialog- und Actionszenen die manchen Hollywoodstreifen alt aussehen lassen. Die Atmosphäre ist schlicht und ergreifend packend. Warum? Das Design der verschiedenen Stationen des Spiels, der Charaktere, Ausrüstung etc ist in sich stimmig und passend, auch wenn manche große Strukturen etwas langweilig texturiert sind. Das voice-acting ist schlichtweg einfach eines der besten die mir bisher untergekommen ist, genauso wie das Drehbuch. Eine kleine Vorstellung des ganzen gibt es hier, aber Achtung: Spoileralert!
Am liebsten würde man die komplette Handlung in einem Ruck durchgehen, aber das wird bei 15-30 Stunden Spielzeit (je nachdem ob man sich um die Nebenquests kümmert oder nich) eher schwer. Wie in KOTOR auch ist es dem Spieler mehr oder weniger selbst überlassen wie er seine Missionen erledigt, wobei sich der eigene Charakter dann auch langsam auf die "gute" oder "böse" Richtung ausrichtet, was dem Spieler neue Skillrichtungen und Dialogoptionen beschert. Wer eher weniger auf de-eskalierende Strategien steht greift einfach nach einer von vier verschiedenen Wummen und fühlt sich in einen 3rd-Person-Shooter versetzt. Blick über die Schulter, schießen links, zoom rechts und attacke hüh. Nachladen muss man komischerweise garnich, dafür überhitzen die Waffen bei Dauerfeuer und brauchen ein paar Sekunden zum abkühlen. Rennt man eine Säule, Wand oder whatever schaltet das Spiel in ein gutes, wenn auch nich ganz fehlerfreies Deckungssystem was einem interessante Gunfights einbringt. Weiteren Tiefgang schafft die Möglichkeit per Leertaste das aktuelle Geschehen einzufrieren um so in aller Ruhe seinen Teamkollegen neue Ziele vorzugeben etc pp.
Diese Fähigkeiten können zwar auch automatisch durch die KI gesteuert werden, aber diese glänzt nich wirklich durch vorrausschauendes Kämpfen, also lassen wir das lieber. In bester Rollenspiel-Manier gehts nach überstandenem Gefecht ans Leichenfleddern auf der Suche nach brauchbarem Material, nur ohne Leichenfleddern. Irgendwelche unsichtbaren und blitzschnellen Gremlins tragen einfach alles brauchbare in unsere nicht vorhandenen Taschen von wo aus wir gleich Zugriff auf neue Waffen, andere Munition usw haben. Und das ist durchaus wichtig, denn irgendwann richten die Standardwaffen nicht mehr Schaden an als geworfene Wattebälle. Hinzu kommt, dass spezielle Munition zwar gegen organische Gegner nen tollen Dampfhammer auspackt, bei mechanischen Widersachern aber fast wirkungslos abprallt. Also nix wie rein ins brauchbare, wenn auch nich perfekte Inventar, 3-4 Klicks zum Munition tauschen und weiter geht die wilde Hatz. Für Freunde des eher übersinnlichen stehen, je nach Klassenwahl, auch noch ein gutes halbes Dutzend besonderer Spezialfähigkeiten wie Gegner durch die Luft schleudern, Schilde oder Waffen überladen, Schutzschilde errichten und alles was Herz begehrt zur Verfügung. Diese verschiedenen Klassen, zusammen mit der Masse an Nebenquests sorgen nicht zuletzt dafür, dass man Mass Effect auch nach dem ersten Durchgang gerne wieder von vorn beginnt um einfach mal einen anderen Weg auszuprobieren. Versüßt wird die ganze Geschichte noch durch kostenlosen Zusatzcontent, verfügbar auf der offiziellen Seite von Bioware. Hier wird einem zwar kein komplett neuer Plot beschert, aber immerhin. Löbliches Verhalten! Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es von vornherein als Trilogie ausgelegt wurde. Wir dürfen also gespannt sein was Sheppard und Konsorten demnächst noch so erwartet...
Sehr viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen, zumindest nich ohne schon Vorweg große Teile der Geschichte zu offenbaren. Mass Effect ist sicherlich nicht perfekt, aber verflucht nah dran und sollte jedem Interessenten mindestens einen Blick wert sein. Ihr werdets nicht bereuen...

Einhundertfünfundsiebzig...

...Kornkorken brauch die Welt, dann gibts was geschenkt! Welch Glück dass ich zufälligerweise genau diese Menge in meiner Spindel hab, nun kann endlich mal was gutes tun und die Leutchen beglücken.

Nee mal im ernst. Heut ist Einsendeschluss vorbei und somit hat das nervenzerreissende Warten endlich ein Ende. Ja, es passen tatsächlich 175 dieser kleinen Blechstücke in eine einzige Spindel, ich war selbst erstaunt soweit zählen zu müssen. Desweiteren war ich doch über eure recht niedrigen Schätzungen überrascht, hätt gedacht ihr traut mir mehr zu. Aber genug der Schwafelei, schreiten wir zur Siegerehrung:

Die Bronzemedaille geht an meinen Kollegen Onno aka. Fozzy, welcher mit geschätzten 70 Stk immerhin fast die Hälfte erreicht hat! Viel Spaß mit der CD, is ja genau dein Geschmack :-D

Silber geht an den ewigen zweiten Andre aka. Kugel, der mit 85 leider nicht sehr viel weiter gekommen is. Aber naja, das Drinking Cape sei dein, auch wenn du bisher noch kein Age of Conan hast :-P

Und nu

*tätätäääää*

Siegerin des ersten und besten und tollsten Gewinnspiels auf baummonster's blog ist die Kollegin Manja aka. KaylenCarne mit ihren 138 geschätzten Kronkorken. Wir müssen uns dann nochmal unterhalten ob du wirklich Wacken Unterwäsche willst oder nich :>

Das solls für erste gewesen sein, ich bedanke mich für eure rege Teilnahme und hoff ihr seid nich allzu enttäuscht. Früher oder später gibts sicherlich noch ne zweite Chance!


cheers...

'schlaaaaand!

So, endlich auf mal wieder auf Sendung hier. Schonwieder ein bischn her, aber wad soll ich sagen? Prüfungszeit is angesagt und da muss der Blog leider etwas drunter leiden. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich 24/7 auf der Suche nach neuen Entwicklungen in der Welt die sich digitalen Verewigung würdig erweisen. Leider hat mich n-tv in den letzten Wochen doch arg im Stich gelassen, die EM scheint keine unterschwelligen Wortspielereien zuzulassen. Schade drum...
Da sich außer den paar Fussballspielen und den dazugehörigen Stand-up Comedy Einlagen von Netzer & Delling aber herzlich wenig gutes Material durch den Äther schleppt, richtete sich meien Aufmerksamkeit nach langer Zeit mal wieder dem Anime-Genre. Kurze suche nach mir noch unbekanntem Stoff und zack, schon landete ich bei Genesis of Aquarion. Seinerseits ein weiterer Vertreter des von mir beliebten Mecha Genres, vollzog ich den imaginären Kaufakt im heimischen Browser und voila: Vorbei wars mit der Langeweile beim lernen (zumindest für 26 Episoden a ca 25 Minuten Spielzeit). Die Story ist mehr oder minder schnell erzählt. Man ist auf der Erde, nich ganz so weit in der Zukunft. Der Krieg mit einer übermenschlichen Rasse, genannt Shadow Angels, hat die Menschheit mal wieder fast an ihren Abgrund geführt. Das kann aber so natürlich nich sein und so rotten sich die üblichen Verdächtigen zusammen um den Fieslingen den Kampf anzusagen. Die widerrum werden geführt in einem dreiteiligen, Gundam-ähnlichen Gefährt namens Aquarion. Das Schema der Folgen ähnelt dabei dem altbekannten Saber Rider. 10-15 Minuten Geplänkel am Anfang, Auftritt der Phantome ähhh Shadow Angels und BAM, schon gibts auffe Mappe. Im ganzen erinnert die Serie doch sehr an das geniale und ebenso kaputte Neon Genesis Evangelion, auch wenn es diesmal nich annährend so tiefgründig zur Sache gut. Dazu gehört auch das übliche offenlassen allerlei Fragen, aber wem kümmerts. Sehr kurzweilige und wohlportionierte Unterhaltung, die Serie sei jedem Anhänger dieses Genres empfohlen.
Aber zurück zur realen Welt. Neben all den Dingen die ein normales Studentenleben so ausmacht ist mir doch tatsächlich noch das Kunststück gelungen mich ein bißchen bei eBay aufzuhalten und siehe da, es war von Erfolg gekrönt. Endlich, nach wochen-, nein monatelanger Odyssee ist es mir endlich gelungen ein Ticket für das W:O:A 2008 zu erstehen. Was lange währt.... 135 Euro hat mich der Spaß nu gekostet, aber was solls. Iron Maiden bekommt man nun nicht alle Tage zu sehen.
Und da ich deswegen noch immer etwas in Hochstimmung bin gibt es nun hier eine Premiere: das erste und somit tollste Gewinnspiel was dieser Blog bisher gesehen hat. Zu gewinnen gibt es dabei gleich dreierlei:
- Platz Nr 3 wird sich in Zukunft erfreuen an einer Mix CD Rock S'Cool mit einem Querbeet Sortiment aus alterwürdigem Rock und Metal: Motörhead, Sodom, Mötley Crüe, Saxon, alle sind se dabei
- Sieger #2 erhält ein offzielles Ingame Item für Age of Conan: Hyborian Adventures, nämlich das Drinking Cape mit dem lange Saufnächte endlich bezahlbar werden
- und der Gewinner bekommt von mir ein mehr oder minder exklusives Mitbringsel vom diesjährigen W:O:A, was genau werd ich spontan auf dem Festival entscheiden

Was müsst ihr dazu tun? Ganz einfach: Unten seht ihr drei Bilder einer handelsüblichen CD-Spindel (50er Größe). In dieser Spindel befinden sich aber längst keine Rohlinge mehr, sondern meine über die letzten Wochen durch stetigen Bierkonsum angesammelten Kronkorken. Womit wir auch schon bei der Quizfrage wären: Wieviele Kronkorken befinden sich denn nun in dieser Spindel? Grübelt nach, messt nach, trinkt nach, mir egal. Postet eure Antworten einfach via der eingebauten Kommentarfunktion, gerätselt wird bis zum 20.07.



Ein paar kleine erforderliche Infos bekommt ihr allerdings noch: Und zwar darf jeder mitmachen, nur mein Kollege Markus fungiert als Notar und ist somit ausgeschlossen. Jeder Mitspieler darf nur einen Tipp abgeben, nachträgliche Änderungen gibts nich. Die Spindel an sich ist völlig intakt und lässt sich noch normal verschließen, also wird auch hier kein Schmu betrieben. Über die Art und Zeitpunkt der Preisverleihung muss ich mir noch einige Gedanken machen, aber das kriegen wir sicher noch geregelt. Nundenn, ich wünsch auch viel Erfolg und sach ma, bis die Tage!

OM NOM NOM