Hi Fans, heut gibts endlich mal wieder was für die Zocker unter euch. Die letzten Wochen waren meinerseits eher dünn mit Spielereien besetzt, aber das wird nu nachgeholt. Und natürlich will ich euch keinen 0-8-15 Fraß aus der schier endlosen Suppe an Sci-Fi-Weltraum-Piff-Paff-Woosh-Woah Spielen vorsetzen, sondern ein Meisterwerk des Genres: MASS EFFECT
Xbox'ler dürfen sich ja schon gut ein Jahr dran erfreuen, nun ist das Sci-Fi Epos seit Mai auch endlich für die Tastatur-Fraktion verfügbar. Und das warten hat sich gelohnt. Natürlich, im nachhinein lässt sich sowas immer leicht sagen, aber Bioware
beweist dass an diesem Spruch manchmal doch etwas dran ist. Mass Effect ist mehr als ein liebloser Port von Konsole auf PC, es kann ruhigen Gewissens als PC Spiel gesehen werden. Und was für eins. Irgendwie hat er Bioware geschafft sein Konzept aus Knights of the Old Republic, seines Zeichens das wohl beste Rollenspiel im Star Wars Universum, nicht nur beizubehalten sondern noch zu übertreffen. Zugegeben, aus kritischer Sicht könnte man Mass Effect als KOTOR-Klon betrachten, aber wieso das Rad neu erfinden? Wir befinden uns im Jahre Drölftausendachtzig und die menschliche Rasse ist gerade dabei die Galaxis zu erkunden. Erfreulicherweise sind wir dabei nicht allein und schließen uns somit gleich einer interstellaren Allianz verschiedenster Völker an und fühlen uns wie einst Deutschland in der pre-EG-Ära: Eifrig aber missverstanden. Um endlich auf das Niveau der "erwachsenen" Völker zu kommen und in den oberen Rängen mitspielen zu können fehlt der Menschheit eigentlich nur eins: ihr erster Spectre. Spectre in Mass Effect sind eine Mischung aus den Star Wars Jedi Rittern und den Wh40k Inquisitoren. Sie vertreten Recht und Ordnung auf einer Ebene die über den Gesetzen steht und haben allein vor dem Hohen Rat Rechenschaft abzulegen. Das solche Freiheiten aber auch Schattenseiten haben wird deutlich als einer der besten und respektiertesten Spectre seinen Chefs den Rücken zukehrt und sich daran macht, das Ende allen Seins herbeizuführen. Da unser Protagonist Sheppard nun derjenige ist der diese Machenschaften aufgedeckt hat werden wir als erster Mensch in den Rang eines Spectres erhoben und gleich damit beauftragt, den Fieslingen ordentlich auf die Mütze zu geben. Bis hierhin sind zwar schon so 1-2 Stunden Spielzeit vergangen, aber eigentlich geht das Spiel nu erst richtig los. Es startet ein konstanter, aber nicht langweiliger Wechsel von Dialog- und Actionszenen die manchen Hollywoodstreifen alt aussehen lassen. Die Atmosphäre ist schlicht und ergreifend packend. Warum? Das Design der verschiedenen Stationen des Spiels, der Charaktere, Ausrüstung etc ist in sich stimmig und passend, auch wenn manche große Strukturen etwas langweilig texturiert sind. Das voice-acting ist schlichtweg einfach eines der besten die mir bisher untergekommen ist, genauso wie das Drehbuch. Eine kleine Vorstellung des ganzen gibt es hier, aber Achtung: Spoileralert!
Am liebsten würde man die komplette Handlung in einem Ruck durchgehen, aber das wird bei 15-30 Stunden Spielzeit (je nachdem ob man sich um die Nebenquests kümmert oder nich) eher schwer. Wie in KOTOR auch ist es dem Spieler mehr oder weniger selbst überlassen wie er seine Missionen erledigt, wobei sich der eigene Charakter dann auch langsam auf die "gute" oder "böse" Richtung ausrichtet, was dem Spieler neue Skillrichtungen und Dialogoptionen beschert. Wer eher weniger auf de-eskalierende Strategien steht greift einfach nach einer von vier verschiedenen Wummen und fühlt sich in einen 3rd-Person-Shooter versetzt. Blick über die Schulter, schießen links, zoom rechts und attacke hüh. Nachladen muss man komischerweise garnich, dafür überhitzen die Waffen bei Dauerfeuer und brauchen ein paar Sekunden zum abkühlen. Rennt man eine Säule, Wand oder whatever schaltet das Spiel in ein gutes, wenn auch nich ganz fehlerfreies Deckungssystem was einem interessante Gunfights einbringt. Weiteren Tiefgang schafft die Möglichkeit per Leertaste das aktuelle Geschehen einzufrieren um so in aller Ruhe seinen Teamkollegen neue Ziele vorzugeben etc pp.
Diese Fähigkeiten können zwar auch automatisch durch die KI gesteuert werden, aber diese glänzt nich wirklich durch vorrausschauendes Kämpfen, also lassen wir das lieber. In bester Rollenspiel-Manier gehts nach überstandenem Gefecht ans Leichenfleddern auf der Suche nach brauchbarem Material, nur ohne Leichenfleddern. Irgendwelche unsichtbaren und blitzschnellen Gremlins tragen einfach alles brauchbare in unsere nicht vorhandenen Taschen von wo aus wir gleich Zugriff auf neue Waffen,
andere Munition usw haben. Und das ist durchaus wichtig, denn irgendwann richten die Standardwaffen nicht mehr Schaden an als geworfene Wattebälle. Hinzu kommt, dass spezielle Munition zwar gegen organische Gegner nen tollen Dampfhammer auspackt, bei mechanischen Widersachern aber fast wirkungslos abprallt. Also nix wie rein ins brauchbare, wenn auch nich perfekte Inventar, 3-4 Klicks zum Munition tauschen und weiter geht die wilde Hatz. Für Freunde des eher übersinnlichen stehen, je nach Klassenwahl, auch noch ein gutes halbes Dutzend besonderer Spezialfähigkeiten wie Gegner durch die Luft schleudern, Schilde oder Waffen überladen, Schutzschilde errichten und alles was Herz begehrt zur Verfügung. Diese verschiedenen Klassen, zusammen mit der Masse an Nebenquests sorgen nicht zuletzt dafür, dass man Mass Effect auch nach dem ersten Durchgang gerne wieder von vorn beginnt um einfach mal einen anderen Weg auszuprobieren. Versüßt wird die ganze Geschichte noch durch kostenlosen Zusatzcontent, verfügbar auf der offiziellen Seite von Bioware. Hier wird einem zwar kein komplett neuer Plot beschert, aber immerhin. Löbliches Verhalten! Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es von vornherein als Trilogie ausgelegt wurde. Wir dürfen also gespannt sein was Sheppard und Konsorten demnächst noch so erwartet...
Sehr viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen, zumindest nich ohne schon Vorweg große Teile der Geschichte zu offenbaren. Mass Effect ist sicherlich nicht perfekt, aber verflucht nah dran und sollte jedem Interessenten mindestens einen Blick wert sein. Ihr werdets nicht bereuen...
Xbox'ler dürfen sich ja schon gut ein Jahr dran erfreuen, nun ist das Sci-Fi Epos seit Mai auch endlich für die Tastatur-Fraktion verfügbar. Und das warten hat sich gelohnt. Natürlich, im nachhinein lässt sich sowas immer leicht sagen, aber Bioware
beweist dass an diesem Spruch manchmal doch etwas dran ist. Mass Effect ist mehr als ein liebloser Port von Konsole auf PC, es kann ruhigen Gewissens als PC Spiel gesehen werden. Und was für eins. Irgendwie hat er Bioware geschafft sein Konzept aus Knights of the Old Republic, seines Zeichens das wohl beste Rollenspiel im Star Wars Universum, nicht nur beizubehalten sondern noch zu übertreffen. Zugegeben, aus kritischer Sicht könnte man Mass Effect als KOTOR-Klon betrachten, aber wieso das Rad neu erfinden? Wir befinden uns im Jahre Drölftausendachtzig und die menschliche Rasse ist gerade dabei die Galaxis zu erkunden. Erfreulicherweise sind wir dabei nicht allein und schließen uns somit gleich einer interstellaren Allianz verschiedenster Völker an und fühlen uns wie einst Deutschland in der pre-EG-Ära: Eifrig aber missverstanden. Um endlich auf das Niveau der "erwachsenen" Völker zu kommen und in den oberen Rängen mitspielen zu können fehlt der Menschheit eigentlich nur eins: ihr erster Spectre. Spectre in Mass Effect sind eine Mischung aus den Star Wars Jedi Rittern und den Wh40k Inquisitoren. Sie vertreten Recht und Ordnung auf einer Ebene die über den Gesetzen steht und haben allein vor dem Hohen Rat Rechenschaft abzulegen. Das solche Freiheiten aber auch Schattenseiten haben wird deutlich als einer der besten und respektiertesten Spectre seinen Chefs den Rücken zukehrt und sich daran macht, das Ende allen Seins herbeizuführen. Da unser Protagonist Sheppard nun derjenige ist der diese Machenschaften aufgedeckt hat werden wir als erster Mensch in den Rang eines Spectres erhoben und gleich damit beauftragt, den Fieslingen ordentlich auf die Mütze zu geben. Bis hierhin sind zwar schon so 1-2 Stunden Spielzeit vergangen, aber eigentlich geht das Spiel nu erst richtig los. Es startet ein konstanter, aber nicht langweiliger Wechsel von Dialog- und Actionszenen die manchen Hollywoodstreifen alt aussehen lassen. Die Atmosphäre ist schlicht und ergreifend packend. Warum? Das Design der verschiedenen Stationen des Spiels, der Charaktere, Ausrüstung etc ist in sich stimmig und passend, auch wenn manche große Strukturen etwas langweilig texturiert sind. Das voice-acting ist schlichtweg einfach eines der besten die mir bisher untergekommen ist, genauso wie das Drehbuch. Eine kleine Vorstellung des ganzen gibt es hier, aber Achtung: Spoileralert!Am liebsten würde man die komplette Handlung in einem Ruck durchgehen, aber das wird bei 15-30 Stunden Spielzeit (je nachdem ob man sich um die Nebenquests kümmert oder nich) eher schwer. Wie in KOTOR auch ist es dem Spieler mehr oder weniger selbst überlassen wie er seine Missionen erledigt, wobei sich der eigene Charakter dann auch langsam auf die "gute" oder "böse" Richtung ausrichtet, was dem Spieler neue Skillrichtungen und Dialogoptionen beschert. Wer eher weniger auf de-eskalierende Strategien steht greift einfach nach einer von vier verschiedenen Wummen und fühlt sich in einen 3rd-Person-Shooter versetzt. Blick über die Schulter, schießen links, zoom rechts und attacke hüh. Nachladen muss man komischerweise garnich, dafür überhitzen die Waffen bei Dauerfeuer und brauchen ein paar Sekunden zum abkühlen. Rennt man eine Säule, Wand oder whatever schaltet das Spiel in ein gutes, wenn auch nich ganz fehlerfreies Deckungssystem was einem interessante Gunfights einbringt. Weiteren Tiefgang schafft die Möglichkeit per Leertaste das aktuelle Geschehen einzufrieren um so in aller Ruhe seinen Teamkollegen neue Ziele vorzugeben etc pp.
Diese Fähigkeiten können zwar auch automatisch durch die KI gesteuert werden, aber diese glänzt nich wirklich durch vorrausschauendes Kämpfen, also lassen wir das lieber. In bester Rollenspiel-Manier gehts nach überstandenem Gefecht ans Leichenfleddern auf der Suche nach brauchbarem Material, nur ohne Leichenfleddern. Irgendwelche unsichtbaren und blitzschnellen Gremlins tragen einfach alles brauchbare in unsere nicht vorhandenen Taschen von wo aus wir gleich Zugriff auf neue Waffen,
andere Munition usw haben. Und das ist durchaus wichtig, denn irgendwann richten die Standardwaffen nicht mehr Schaden an als geworfene Wattebälle. Hinzu kommt, dass spezielle Munition zwar gegen organische Gegner nen tollen Dampfhammer auspackt, bei mechanischen Widersachern aber fast wirkungslos abprallt. Also nix wie rein ins brauchbare, wenn auch nich perfekte Inventar, 3-4 Klicks zum Munition tauschen und weiter geht die wilde Hatz. Für Freunde des eher übersinnlichen stehen, je nach Klassenwahl, auch noch ein gutes halbes Dutzend besonderer Spezialfähigkeiten wie Gegner durch die Luft schleudern, Schilde oder Waffen überladen, Schutzschilde errichten und alles was Herz begehrt zur Verfügung. Diese verschiedenen Klassen, zusammen mit der Masse an Nebenquests sorgen nicht zuletzt dafür, dass man Mass Effect auch nach dem ersten Durchgang gerne wieder von vorn beginnt um einfach mal einen anderen Weg auszuprobieren. Versüßt wird die ganze Geschichte noch durch kostenlosen Zusatzcontent, verfügbar auf der offiziellen Seite von Bioware. Hier wird einem zwar kein komplett neuer Plot beschert, aber immerhin. Löbliches Verhalten! Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es von vornherein als Trilogie ausgelegt wurde. Wir dürfen also gespannt sein was Sheppard und Konsorten demnächst noch so erwartet...Sehr viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen, zumindest nich ohne schon Vorweg große Teile der Geschichte zu offenbaren. Mass Effect ist sicherlich nicht perfekt, aber verflucht nah dran und sollte jedem Interessenten mindestens einen Blick wert sein. Ihr werdets nicht bereuen...