Iron Man, nu aber richtig

So meine Damen und Herren, hier nun auf allgemeinen Wunsch: meine richtige Kritik zum aktuellen Iron Man. Für alle Unwissenden, mir gehts jetzt nicht um irgendwelche Strong Man Worldcups oder Triathleten, sondern um Marvels Comichelden. Eben diesen zieht es ja nun seit ein paar Tagen in die örtlichen Kinos, also gibts für die Krawall-Liebhaber auch mal wieder was zu sehen. Und wie erst. Nach einem kurzweiligem 60-Sekunden Intro, untermalt von AC/DCs Klassiker Back in Black, fliegt bereits der erste amerikanische Humvee in die Luft. So muss Kino aussehen! Nu kriegt man dann auch so langsam raus um wen sich der Film überhaupt dreht und mal ganz ehrlich, am liebsten würde wohl jeder mit ihm tauschen wollen oder? Geld wie Arsch gepaart mit der proportional hohen Anzahl an Liebschaften und Autos und eine unglaubliche Naivität was einen alle Sorgen des normalen Lebens vergessen lässt. Aber zurück zum Film: Geschockt vor diesen terroristischen Vorfällen findet in unserem Helden ein gewisser Sinneswechsel statt und da man als normalsterblicher Schmalhans die Welt nicht mal annährend aus ihren Angeln heben kann muss eben technische Hilfe her (mein Ingenieurherz freuts) und schwuppdiwupp wird mal eben in der Mittagspause ein gepimpter, quasi unzerstörbarer Raumanzug erfunden. Getreu dem Motto "alles muss man selber machen" beginnt dann die fröhliche Terroristenjagd, weil der Militärapparat der USA kriegt es ja nicht geschissen. Nun kommt aber ja kein neues "Produkt" fehlerfrei auf den Markt und so sorgen die Kinderkrankheiten des Anzugs für allerlei Kurzweil beim Zuschauer (Menschen gegen Wände fliegen lassen ist einfach zeitlose Komik), was dem Film wirklich gut tut. Denn was ist besser als ein Actionfilm? Richtig, Actionkomödien die sich selber nicht sehr ernst nehmen. Denn story-technisch ist Iron Man, für mich wie erwartet weil Comicverfilmung, nun kein Meilenstein in Sachen Dramaturgie und Charakterentwicklung, und daraus einen ernsten Film machen zu wollen kann nur in einem Fiasko enden. Anders natürlich bei Bild und Ton, denn die sind von Back in Black bis zu den drölftausend Stuntleuten im Abspann* einfach tadellos. Zwar bleibt Transformers bis Dato unerreicht, aber deswegen müssen sich die Künstler hinter Iron Man noch lange nicht verstecken. Summa summarum ein rundum gelunges Kinoerlebnis, zumindest für Leute mit der Fähigkeit während des Films das Hirn in Leerlauf zu schalten.
So, Kritik is am Ende, meine Ökonomie-Vorlesung auch, wunderbar. Ich sach dann ma: Bis die Tage...


* So als kleiner Spoiler: Bleibt bis zum Ende des Abspanns im Kino, da kommt noch was!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Jaaa dank meiner Alzheimer fiel mir erst half way trhough auf das ich den Film ja tatsächlich gesehen habe!! .. -Ich fand ihn echt KLASSE... Danke für die Erinnerung .. -habe nun beschlossen das ich den definitiv nochmal anschauen muss *lol*